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Aktiendepot für Value Investoren

Der Buffett Bilanz-Screener

Analysiere Deine Aktien auf kritische Bilanzkennzahlen

Bilanzkennzahlen können uns frühzeitig über schlechte Entwicklungen informieren. Besonders nützlich sind diese Kennzahlen für die Bewertung der Unternehmensqualität. Viele Aktien mit schlechten Bilanzkennzahlen fallen in schwachen Börsenphasen besonders stark.  Nutze den Bilanz-Screener, um sofort Deine Aktien auf Knopfdruck zu analysieren.

Drei verschiedene Aktiendepot Alternativen für Value Investoren

Mahlzeit. Ich erhalte häufiger Fragen, bei welchem Anbieter ich mein Depot führe und welcher Onlinebroker empfehlenswert ist. Ich könnte nun einfach einen Anbieter empfehlen, allerdings ist die Auswahl des richtigen Anbieters nicht pauschal (ähnlich wie der Kauf einer Aktie) und das Depot sollte die Bedürfnisse und Erwartungen des Kunden berücksichtigen.

Weil ich in einer Mail nicht so tief ins Detail gehen kann, habe ich mich deshalb entschlossen einen kleinen Beitrag zu diesem Thema zu verfassen. Ich möchte in diesem Beitrag meine drei (völlig unterschiedlichen) Favoriten vorstellen und denke, dass für jeden hier etwas dabei sein dürfte.

Generelles zur Depotauswahl

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, wenn Du mehrere Depotanbieter auswählst und parallel verwendest. So kannst Du die Vorteile verschiedener Anbieter kombinieren und bist stets bestens aufgestellt.

Man sollte allerdings berücksichtigen, dass zu viele Depots oder Bankkonten negativ bei der Schufa bewertet werden (weil vermutlich Leute mit vielen Konten häufig weniger zahlungsfähig sind, ähnlich wie bei Besitzern mit diversen Kreditkarten).

Daher beschränke ich mich privat auf 2-3 Banken/Depots.

Diese Punkte solltest Du vor der Auswahl eines Depots für dich beantworten

Man kann leider pauschal keinen optimalen Anbieter empfehlen. Deshalb solltest Du vor der Auswahl diese Fragen für Dich klären:

  1. Wie oft möchtest Du handeln?
  2. Welche Produkte möchtest Du handeln (Aktien, ETFs, Sparpläne, etc.)?
  3. Wie wichtig ist Dir der Service?

Zu #1: Wie oft möchtest Du handeln?

Als Value Investor mit einem fokussierten Depot (weniger als 10 Werte) werde ich nur äußerst selten aktiv. Ich bin in der Regel zufrieden, wenn ich 1-2 gute Investment im Jahr finde. Hier wäre es für mich völlig egal, ob dieser Kauf nun 5€ oder 15€ je Order kostet.

Wenn du allerdings häufiger handeln möchtest, solltest Du die Gebühren berücksichtigen.

Zu #2: Welche Produkte möchtest Du handeln?

Wenn du nur Aktien kaufen und verkaufen möchtest, dann wirst Du vermutlich überall vergleichbare Angebote erhalten. Wenn du jedoch z.B. einen Aktiensparplan (externer Link) nutzen möchtest oder andere Produkte (z.B. Optionen) nutzen möchtest, dann musst Du natürlich einen Anbieter auswählen, der dieses anbietet.

Im Zweifelsfall bietet es sich an, einen Anbieter zu wählen, bei dem Du alle Möglichkeiten zur Verfügung hast, auch wenn dieser vielleicht ein paar Euro teurer ist.

Zu #3: Wie wichtig ist Dir der Service?

Besonders als Anfänger ist ein guter Service Gold wert. Viele Anleger achten nur auf niedrigste Gebühren und vernachlässigen die Qualität des Angebotes. Der Broker muss generell auch ein paar Euro an uns verdienen, sonst wird er früher oder später von der Bildfläche verschwinden. Zudem hat guter Service und eine ordentliche Web-Oberfläche einen Mehrwert, der mir persönlich am Anfang sehr geholfen hat.

Weiter: Vorsicht vor versteckten Kosten und falschen Vergleichen

Viele Broker bieten in den Vergleichsportalen günstige Gebühren an. Dann folgt die böse Überraschung, wenn plötzlich auf Dividenden Gebühren erhoben werden, negative Zinsen auf Gelder auf dem Konto berechnet werden oder ähnliches.

Außerdem sind viele Vergleichsportale nicht korrekt in der Darstellung. Beispielsweise sind in manchen Beträgen bereits die Entgelte für die Börsen berücksichtigt, während bei anderen nur die eigenen Entgelte berücksichtigt werden. Die Börsenentgelte kommen dann noch hinzu.

Alternative 1: Comdirect

Ich habe seinerzeit bei der Comdirect als Aktienanfänger gestartet. Mit der Comdirect habe ich bereits viele Jahre an Erfahrung gesammelt und kann sie ausnahmslos empfehlen. Die Preise sind eher im oberen Bereich angesiedelt. Dafür hat man diverse Möglichkeiten und der Support ist meiner Meinung nach einer der besten in der Branche. Egal ob per Mail oder Telefon, man erhält zügig eine Antwort und es wird einem stets geholfen.

Vorteile Comdirect

Hier die Vorteile eines Aktiendepots bei der Comdirect:

  • Keine Mindesteinlage
  • Ein Kundenservice, der seines gleichen sucht
  • Kostenlose Dividendenzahlungen
  • Fertige Berichte und Standard Risikobewertungen des Depots
  • Viele weitere optionale Möglichkeiten (wie Giro- oder Tagesgeldkonto )
  • Ansprechende und leicht verständliche Weboberfläche
  • Keine mir bekannten versteckten Kosten (bei Inaktivität wird ein fixes Entgelt fällig)
  • Viel-Trader-Rabatte
  • Eine große Auswahl an Aktien- und Wertpapiersparplänen
  • Weiterbildungsvideos

Nachteile Comdirect

Hier die Nachteile eines Aktiendepots bei der Comdirect:

  • Gebühren vergleichsweise hoch (eine Order kostet insgesamt je nach Größe zwischen 10€ und 15€)
  • Kein Forex Handel
  • Optionshandel wirtschaftlich nicht möglich (die Gebühren sind einfach zu hoch)

Comdirect – Das perfekte Einsteigerdepot

Meiner Ansicht nach ist das Comdirect Depot für alle Anleger geeignet, die sich auf Aktien und Sparpläne konzentrieren und denen ein guter Service und eine schnelle und einfache Weboberfläche wichtig sind. Die Gebühren sind etwas höher und können bei häufigem Handeln entsprechend hohe Beträge verursachen. Hierfür gibt es Viel-Trader-Rabatte, die die Kosten etwas senken. Wer hingegen nur selten handelt, dem dürften die etwas höheren Gebühren egal sein.

Außerdem ist Comdirect einer der Marktführer im Bereich Aktiensparpläne. Wer gerne Aktien besparen möchte, der ist mit Comdirect gut aufgestellt. Hier ein Infovideo über die Sparpläne bei der Comdirect:

Nicht geeignet ist Comdirect für Sparfüchse und Leute, die professionellere Finanzprodukte, wie Aktienoptionen nutzen möchten. Außerdem ist Comdirect für sehr aktive Anleger ebenfalls aufgrund der Kosten keine Alternative.

Comdirect Web-Oberfläche

Hier gehts zum Depot bei der Comdirect*:

Alternative 2: Degiro

Degiro ist in den letzten Jahren immer stärker in der Presse  und mittlerweile ein bekannter Broker. Ich persönlich verwende Degiro nicht, weil dieser Broker meines Wissens mit seinen Angeboten selbst kein Geld verdient. Ich möchte generell keine unprofitablen Broker verwenden, weil ich keine Lust habe meine Aktien und mein Geld aus einer potenziellen Insolvenzmasse zurückzufordern. Dennoch zeichnet sich Degiro durch extrem attraktive Konditionen aus und ich kenne viele Aktionäre, die sehr zufrieden sind.

Vorteile Degiro

Hier die Vorteile von Degiro:

  • Der größte Vorteil von Degiro liegt sicher in den niedrigen Gebühren (z.B. Daimler Aktien für 20.000€ für 3,60€
  • Die Kontoeröffnung bei Degiro funktioniert besonders einfach und schnell
  • Optionen handelbar
  • Keine Depotgebühr

Nachteile von Degiro

Es gibt auch einige Nachteile. Degiro besticht hauptsächlich durch den niedrigen Preis:

  • Kein Forex Handel
  • Limitierte Ordertypen (z.B. kein Trailing Stop Loss)
  • Keine persönliche Beratung und minimaler Service
  • Keine automatische Steuerabführung (muss über Steuererklärung erfolgen)
  • Degiro führt teilweise eine höhere Besteuerung auf US-Dividenden durch (auf Jahressicht 21% Steuern), statt 15% wie bei deutschen Anbietern.
  • Keine Weiterbildungsvideos
  • Degiro verleiht in der günstigsten Depotvariante die Wertpapiere der Anleger. Wer dies nicht möchte, muss ein teureres Custody Depot eröffnen
  • Gelder bei Degiro sind nicht über die Einlagensicherung für Banken (bis 100.000€) gesichert, weil die Firma keine Bank, sondern eine Investmentgesellschaft ist. Hier sind nur Gelder bis 20.000€ abgesichert.

Degiro – Die Alternative für erfahrene und aktive Anleger

Degiro besticht eigentlich nur durch die geringen Kosten. Genau dies macht Degiro für viele Anleger besonders attraktiv. Wer keinen Support benötigt oder sehr aktiv handeln möchte, der kann mit Degiro viel Geld sparen. Ich kenne viele Anleger, die mit Degiro sehr zufrieden sind und das Depot uneingeschränkt weiterempfehlen. Besonders positiv finde ich, dass auch Aktienoptionen gehandelt werden können, was für mich ein enorm wichtiger Punkt ist.

Hier gehts zum Depot bei Degiro*:

Variante 3: Lynx oder Captrader

Ich verwende seit einiger Zeit Lynx als Zweitdepot und werde vermutlich 2018 komplett zu Lynx wechseln. Lynx ist meiner Ansicht nach eher für erfahrene Anleger, die maximale Möglichkeiten und günstige Konditionen suchen. Lynx ist ein Ableger des großen amerikanischen Brokers „Interactive Brokers“(IB). Alle Aktionen werden von Lynx zu IB geschickt und diese machen die gesamte Kontoführung und Abwicklung. Lynx stellt lediglich einen deutschen Support und reichhaltige Informationen hierzu zur Verfügung.

Vorteile Lynx und Captrader

Diese Broker haben eigne interessante Vorteile:

  • Günstige Gebühren. IB ist für seine sehr niedrigen Gebühren bekannt. Lynx und Captrader sind generell ein wenig teurer, aber immer noch sehr günstig. Normale Aktienkäufe kosten in der Regel ca. 5$.
  • Die größte Auswahl an Produkten und Möglichkeiten. Die Ableger bieten den vollen Umfang an Möglichkeiten für Privatanleger an. Bis auf Sparpläne kann hier alles gehandelt werden.
  • Margin Konto. Ein Margin Konto bietet viele Vorteile gegenüber einem herkömmlichen Konto.
  • Hochprofessionelle Handelsplattform „Trader Workstation“ (TWS)
  • Guter deutscher Support und umfangreiches Weiterbildungsmaterial
  • Besteuerung von Gewinnen erst 1 Jahr später (mit der Steuererklärung)

Nachteile von Lynx und Captrader

Lynx hat natürlich auch ein paar Nachteile, denn nichts ist perfekt:

  • Keine automatische Steuerabführung (muss über Steuererklärung erfolgen)
  • Umfangreiche Handelsplattform „TWS“ für Einsteiger verwirrend
  • Webtrader ist zwar funktional, aber optisch wenig ansprechend
  • Keine automatischen Aktiensparpläne
  • Mindesteinlage von 2.000€ (Margin Depot)

Lynx und Captrader – Für Profis und fortgeschrittene Anleger

Lynx und Captrader sind für mich wegen des größten Umfangs und den niedrigen Gebühren besonders für Profis relevant. Es gibt in Deutschland keinen Broker, der annähernd beim Funktionsumfang mithalten kann. Du kannst die Aktien an verschiedensten Börsen der Welt handeln und viele Abläufe mit der TWS automatisieren.

Aufgrund des großen Funktionsumfangs und der relativ unübersichtlichen TWS, kann ich Lynx und Captrader jedoch nur für erfahrene Anleger empfehlen. Die Kosten sind etwas höher, als beim amerikanischen Pendant „Interactive Brokers“. Wer über gute Englischkenntnisse verfügt, kann auch direkt hier ein Depot eröffnen. Allerdings ist die Depoterstellung alles andere als einfach.

Zudem muss man berücksichtigen, dass Lynx und Captrader Kunden eine Sperre von 6 Monaten austeilt, wenn man direkt nach IB wechseln möchte.

Hier mal ein kleines Bild von der TWS und dem Webtrader (Onlinehandel):

TWS
Webtrader

Hier gehts zum Depot bei Lynx*:

Fazit – Drei Alternativen für Value Investoren

Die Wahl des richtigen Depots ist nicht pauschal zu beantworten. Es kommt auf Deine persönliche Situation und Deine Handelsstrategie an. Ich denke mit den drei vorgestellten Varianten ist für jeden Value Investor etwas dabei. Grundsätzlich kann man auch mehrere Depots führen (z.B. mit verschiedenen Strategien). Ich bin seit 2018 vollständig zu Lynx gewechselt, weil die Konditionen günstig sind und ich meine Strategie hier am besten umsetzen kann.

Zum Depot bei der Comdirect*

Zum Depot bei Degiro*

Zum Depot bei Lynx*

Bis dahin viel Erfolg und liebe Grüße

Dein

Value Investor Christian Bauduin

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