Sichere Aktien: So findest du sichere Aktien in der Krise

Sichere Aktien: Gibt es sowas überhaupt? In diesem Beitrag schauen wir uns das zusammen an und schauen, wie man sichere Aktien in der Krise finden und günstig kaufen kann. Aktuell spielen die Märkte wieder voll in die Karten von Value Investoren. Viele Titel sind erheblich gefallen und die Frage lautet nun: Sind das Schnäppchen oder sind die Titel zu recht so billig und es droht der Totalverlust?

Sichere Aktien – Gibt es das überhaupt?

Zunächst müssen wir den Begriff „Sichere Aktien“ genauer definieren, damit du genau weißt, was ich unter diesem Begriff verstehe. Danach schauen wir uns genau an, wie wir diese Titel bewerten können und uns als Investoren gut aufstellen. Viele der Punkte sind bereits über meine Beiträge zu Bilanzkennzahlen und Qualitätsaktien abgedeckt. Trotzdem steigen wir hier noch tiefer ein und klären, wie wir die Aktien bewerten können.

Eine wirkliche Sicherheit gibt es nie

Vorweg: Es gibt am Aktienmarkt niemals eine 100%-ige Sicherheit. Es bleibt immer ein Restrisiko, da trotz richtiger Bewertung immer wieder Situationen eintreten können, die wir nicht vorhersagen konnten. Zusätzlich gibt es auch immer das Risiko, dass die Daten auf die wir uns stützen (z.B. die Unternehmensbilanz) nicht verlässlich sind, da jede Bilanz nur eine gut gemeinte Schätzung der Kaufleute ist und hin und wieder sogar absichtlich gefälscht wird.

Warum es trotzdem Sinn macht, nach „sicheren Aktien“ zu suchen

Aktuell geraden viele Unternehmen in finanzielle Probleme. Die Einnahmen brechen weg und die Ausgaben laufen zum Großteil weiter. Es ist nicht schwer sich vorzustellen, dass das ab einem gewissen Punkt nicht mehr zu handhaben ist. Die Insolvenz der Firma droht. Aber auch wenn die Firmen nicht pleite gehen, gibt es weitere Risiken. Die Firmen können sich retten, indem sie Hilfskredite vom Staat bekommen (steigende Schulden, die zukünftigen Einnahmen zurückgezahlt werden müssen und damit nicht für die Aktionäre zur Verfügung stehen) oder indem sich neues Geld am Aktienmarkt besorgen (bei Kapitalerhöhungen werden neue Aktien ausgegeben, um Geld einzusammeln. Hierdurch wird der Anteil der Alt-Aktionäre verwässert. Sie erhalten danach einen kleineren Anteil am Gewinn und weniger Dividenden).

Dieses Risiko können wir reduzieren, indem wir auf Aktien setzen, die nur ein geringes Risiko haben, dass diese Entwicklungen eintreten und wir heute davon ausgehen können, dass die Krise langfristig überwunden wird. Diese Titel definieren wir für diesen Blogbeitrag deshalb als „Sichere Aktien“.

Diese Aktien könnten hohe Renditen versprechen

Schauen wir uns dazu einmal die Entwicklung von einigen Krisen Aktien in 2020 bis April an:

Entwicklung von einigen Krisenaktien im Luftfahrtsektor

Man erkennt auf einen schnellen Blick, dass viele Aktien deutlich stärker gefallen sind, als der breite Markt. Man sieht, dass diese Titel sogar deutlich stärker gefallen sind, als der DAX, obwohl der DAX ebenfalls schon stärker gefallen ist, als der weltweite Aktienmarkt. Doch warum ist das für das Value Investing so spannend?

Ganz einfach! Wenn sich diese Titel erholen können, dann winken dem Aktionär auch deutlich höhere Aktiengewinne, weil die Kurse bei einer Erholung auch deutlich stärker steigen dürften, als der breite Markt. Denn die Aktien sind so stark gefallen, weil die Unternehmen stark durch die Krise betroffen sind und die große Unsicherheit zu vielen Aktienverkäufen geführt hat. Wenn sich diese Risiken auflösen, werden diese Titel auch (gerade wegen der günstigen Kurse) wieder stärker gekauft. Die Folge sind stark steigende Aktienkurse.

Welche Aktien sind in der Krise?

Jede Krise trifft bestimmte Sektoren härter, als andere. In 2008/2009 warum vor allem Banken und Versicherungen betroffen. In 2020 sind es vor allem Unternehmen im Veranstaltungs-, Touristik- und im Ölsektor. Hier bietet sich ein perfekter Startpunkt um nach sicheren Aktien zu suchen.

Hoch verschuldete Unternehmen fallen in jeder Krise stark

Hoch verschuldete Unternehmen sind immer riskant. Diese Firmen geraden als erstes in finanzielle Probleme, weil die laufenden Kreditzahlungen weiter gezahlt werden müssen. Außerdem wird es für diese Firmen immer schwerer sich neues Geld zu beschaffen, weil die Banken das hohe Risiko ab einem gewissen Punkt nicht mehr finanzieren wollen. Diese Firmen sind immer hochspekulativ und kein gutes Investment für vorsichtige Value Investoren. Siehe dazu meinen Beitrag zu Schlechten Aktien.

Sichere Aktien in der Krise finden: So gehe ich vor!

Jetzt gebe ich dir meinen Fahrplan, wenn ich sichere Aktien suche. Diese Vorgehensweise kann ich jeder Branchen- oder Weltwirtschaftskrise verwendet werden. Das tolle daran: Solche Krisen gibt es alle paar Jahre und wir können immer wieder von diesen Krisen profitieren, indem wir den nervösen Leuten ihre Aktien günstig abkaufen. Also: Los geht’s:

Schritt 1: Langfristige Situation bewerten

Der erste Schritt ist immer, dass wir uns überlegen müssen, ob diese Krise nur kurzfristig (maximal 1-3 Jahre) dauert oder ob sich etwas so verändert hat, dass sich ein Markt oder eine Branche für immer verändern wird. Man kann nicht in etwas investieren, von dem man nicht zu 100% überzeugt ist, dass es die Produkte und Dienstleistungen in Zukunft noch geben wird. Solche Titel müssen wir verwerfen, wir können sie nicht als sichere Aktien in unser Depot aufnehmen.

Egal wir günstig diese Aktien werden, wir können hier nicht investieren. Selbst wenn du die Aktien unter Buchwert (Bilanzwert) oder wenn das Unternehmen weniger wert ist, als das Geld auf dem Konto der Firma. Diese Titel sind kein Investment, weil die auflaufenden Verluste des Unternehmens diese Vermögenswerte schnell aufzehren können, bevor die Insolvenz bekanntgegeben und die Liquidierung vorgenommen wird. Der Totalverlust droht. Diese Firmen sind höchstens für absolute Profis relevant, die die Bilanz detailliert auseinander nehmen können und sich mit dem Insolvenzverfahren und den einhergehenden Gerichtsverfahren auseinandersetzen bzw. aktiv daran teilhaben wollen. Für Privatanleger ist das in der Regel nicht geeignet und die Zeit ist in der Regel die Mühe nicht wert.

Außerdem möchte ich mich mit meinen Investments wohl fühlen. Ich möchte mich sicher fühlen, auch wenn der Kurs noch weiter fällt, denn das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit passieren. Es ist unwahrscheinlich, dass wir mit unserem Kauf bereits den tiefsten Punkt erwischt haben.

Beispiel TUI und Booking Holdings

Wir machen die Bewertung mal am Beispiel von TUI und Booking Holdings. Hier wäre meine Einschätzung, dass diese Unternehmen in den nächsten 1-2 Jahren wieder profitabel sind. Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung. Deshalb ist es wichtig, dass du dir ein eigenes Bild machst.

Schritt 2: Ertragslage prüfen

Sichere Aktien können ihre laufenden Kosten aus ihren Einnahmen decken. Solange das der Fall ist, ist eine Insolvenz sehr unwahrscheinlich. Deshalb schauen wir uns die Einnahmen der Firma an, überlegen uns wie hoch die Einnahmen trotz Krise noch sind. Hierzu ein paar Tipps:

  1. Eigene Schätzung: Wie hoch waren die Einnahmen vor der Krise? Wie stark brechen sie nun ein? Beispielsweise würde ich für ein Touristikunternehmen, wie TUI aktuell davon ausgehen, dass die Einnahmen völlig zusammenbrechen, während Airbus noch weitere Einnahmen z.B. aus dem Verteidigungsgeschäfte erhalten dürfte. Es lohnt sich hier den Geschäftsbericht zu lesen und z.B. für Airbus zu prüfen, wie hoch die Einnahmen aus dem Verteidigungssegment sind.
    Eine weitere Möglichkeit ist es, sich selbst ein Bild zu machen. Vielleicht kennst du jemanden, der in dem Unternehmen oder der Branche arbeitet? Vielleicht kannst du dir vor Ort ein Bild machen (wie z.B. bei Starbucks).
  2. Analystenschätzungen: Analystenschätzungen sind immer mit Vorsicht zu genießen, aber wenn die Analysten schon davon ausgehen, dass die Einnahmen völlig zusammenbrechen, dann frage dich: Warum gehst du davon aus, dass es anders sein sollte? Betrachte die Analystenschätzung einfach als zweite Meinung.
  3. Was sagt das Management? Niemand kennt die Firma besser als das Management. Diese Menschen sehen genau, was in ihrem Laden noch verkauft wird und müssen dazu berichten. Auch hier müssen die Aussagen mit einer gewissen Vorsicht betrachtet werden. Hier hängt es davon ab, ob man dem Management vertraut.

Mach eine möglichst konservative Schätzung aus diesen Varianten und gehe zum nächsten Schritt über. Das Ergebnis aus diesem Schritt entscheidet noch nicht, ob es sich um eine sichere Aktie handelt oder nicht.

Beispiel TUI und Booking Holdings

Sichere Aktien: Einnahmen von TUI

Sichere Aktien: Einnahmen von TUI

Bei TUI sieht man, dass im letzten Geschäftsjahr die Umsätze bei 18,9 Mrd. € lagen. Die Umsatzkosten (Kosten, die anfallen um den Umsatz zu erzielen; z.B. Werbung und Zahlung an die Hotels etc) lagen bei 17,3 Mrd. €. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 0,69 Mrd. €.  Für unsere weitere Betrachtung gehen wir davon aus, dass der Umsatz um 100% einbricht (schlimmstes Szenario).

Sichere Aktien: Booking in der Krise

Sichere Aktien: Booking in der Krise

Bei Booking sieht man, dass im letzten Geschäftsjahr die Umsätze bei 15,1 Mrd. $ lagen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen lag bei 9,7 Mrd. $.  Für unsere Betrachtung gehen wir davon aus, dass der Umsatz um 100% zusammenbricht (schlimmstes Szenario).

Schritt 3: Ausgabenseite prüfen

Im dritten Schritt schauen wir uns die Ausgabenseite an. Wie hoch sind die laufenden Kosten? Hierzu kannst du im Geschäftsbericht Informationen finden. Wir machen das mal am Beispiel von TUI und Booking Holdings.

Wie war es im letzten Jahr?

Man findet die Kosten des letzten Jahres in der Gewinn- und Verlustrechnung des letzten Geschäftsjahres (siehe oben).

Beispiel TUI und Booking Holdings

Bei TUI (siehe oben) liegt der Verwaltungsaufwand bei 1,2 Mrd. €. Die Finanzaufwendungen (z.B. Zinsen) liegen bei 0,17 Mrd. €. In Summe fallen also mindestens 1,39 Mrd. € bei TUI an.

Hinweis: Man könnte hier noch Kostensteigerungen annehmen (Inflation) oder die Finanzerträge gegenrechnen. Außerdem könnte man davon ausgehen, dass die laufenden Kosten derzeit reduziert werden können. Ich will hier nur die Vorgehensweise erklären. Man kann diese Analyse noch weiter detaillieren. Ich bin bisher immer gut damit gefahren es einfach zu halten und eher etwas zu hoch anzusetzen.

Bei Booking Holdings liegen die Personalkosten bei 2,2 Mrd. $, allgemeine Kosten bei 0,8 Mrd. $ und die Kosten für die IT bei 0,3 Mrd. $.. In Summe lagen die laufenden Kosten bei rund 3,3 Mrd. $.

Hinweis: Auch hier kann man noch weitere Annahmen treffen. Wir halten es für dieses Beispiel einfach.

Wie ist es im laufenden Jahr?

In der aktuellen Bilanz finden wir Informationen über die kurzfristigen Verbindlichkeiten (Geld was dem Unternehmen nicht gehört und in den nächsten 12 Monaten ggf. ausgezahlt werden muss) und zu dem gesamten Verbindlichkeiten.

TUI

Bilanz von TUI

Bilanz von TUI

Liquide Mittel (z.B. Cash) = 0,87 Mio. €

Finanzschulden (inkl. Leasing für z.B. Ladenmieten) = 5,9 Mrd. €

Davon kurzlaufende (in den nächsten 12 Monaten) = 1,1 Mrd. €

Erhaltene Touristische Anzahlungen (müssen ggf. zurückgezahlt werden) = 2,87 Mrd. €

Fazit TUI: TUI hat eine knappe Milliarde an liquiden Mitteln. In den nächsten 12 Monaten müssen 1,1 Mrd. € für Finanzschulden und Leasingverträge gezahlt werden. Zusätzlich sind im letzten Jahr rund 1,4 Mrd. € an laufenden Kosten angefallen. TUI kann die nächsten 12 Monate daher nicht ohne externe Hilfe oder neue Einnahmen überstehen. Zusätzlich gibt es ein erhebliches Problem, wenn TUI den Kunden ihre Anzahlung zurückerstatten muss, weil die Reisen nicht stattfinden. Auch nach 12 Monaten wird es schwierig, da das Unternehmen beträchtliche Schulden aufgeladen hat.

Booking Holdings

Ist Booking eine von den sicheren Aktien?

Ist Booking eine von den sicheren Aktien?

Liquide Mittel (z.B. Cash) = 6,5 Mrd. $

Finanzschulden (inkl. Leasing) = 5,4 Mrd. $

Davon kurzlaufende (in den nächsten 12 Monaten) = 0,98 Mrd. $

Gesamte kurzfristige Verbindlichkeiten = 5,5 Mrd. $

Fazit Booking: Bookings hat verfügt über 6,5 Mrd. $ an liquiden Mitteln. In den nächsten 12 Monaten muss knapp eine Milliarde für Finanzschulden und Leasingverträge gezahlt werden. Zusätzlich sind im letzten Jahr rund 3,3 Mrd. $ an laufenden Kosten angefallen. Booking kann die nächsten 12 Monate aus dem vorhandenen Cash bezahlen. Die Barreserven sind zudem höher als die gesamten Finanzschulden. Booking gehört demnach zu den sicheren Aktien.

Schritt 4: Handelt es sich um eine sichere Aktie?

Grundsätzlich haben wir jetzt fast alles gemacht, um zu entscheiden ob es sich bei unseren Aktien um wirklich sichere Aktien handelt. Wir haben gesehen, dass es bei TUI um ein Unternehmen handelt, das aktuell wirklich in finanzielle Probleme geraten kann. Muss dir Firma deshalb pleite gehen? Nicht zwingend, aber die Firma ist auf externe Hilfe angewiesen und die entsprechenden Maßnahmen werden die Aktionäre definitiv belasten. Ein Not-Kredit wurde bereits bewilligt, doch auch der wird nicht reichen, wenn es noch einige Monate so weiter geht. Die neuen Schulden müssen aus den zukünftigen Gewinnen zurückgezahlt werden und es fallen Zinsen an. Das Unternehmen ist daher für mich kein Investment, sondern eine risikoreiche Spekulation. Hohe mögliche Gewinne bei hohem Risiko.

Für Booking sieht es deutlich anders aus. Sicherlich kann man die Geschäftsmodelle nicht 1:1 vergleichen, aber die Firma agiert im selben Markt und steht auf deutlich robusteren Beinen. Der Aktienkurs ist ebenfalls erheblich gefallen, trotzdem ist aktuell finanziell noch allem im grünen Bereich. Daher ist für mich die Booking Holdings Aktie ein Kandidat für ein Investment.

Schritt 5: Kaufkurs ermitteln

Wie kann man nun für sichere Aktien einen guten Kaufkurs ermitteln (innerer Wert)? Hier kann man es sich relativ einfach machen. Viele Aktien sind so stark gefallen, dass sie schlicht günstig genug sind, um eine erste Position kaufen zu können, wenn man die Schritte 1-4 als positiv bewertet hat.

Welche Bewertung trotzdem nicht verwendet werden sollte

Viele Anleger verwenden gerne Kennzahlen, wie das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) und KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis). Hierzu zwei kurze Kommentare:

  • Das KBV bewertet den aktuellen Kurs im Verhältnis zum bilanziellen Eigenkapital des Unternehmens. Das sollte aktuell mit Vorsicht genossen werden, weil die auflaufenden Verluste der Firma (wenn sie jetzt aktuell kein Geld verdienen) sich im Eigenkapital niederschlagen werden. Wenn dieser Wert stark sinken kann, dann sollten wir unsere Entscheidung auch nicht auf diesen Wert beziehen.
  • Das KGV bewertet den aktuellen Kurs im Verhältnis zu einem Unternehmensgewinn einer Zeitebene (z.B. letztes Geschäftsjahr, letzte 12 Monate oder erwarteter Gewinn der nächsten Geschäftsjahre). Da die Gewinne nun stark schwanken sollten wir diese Kennzahl nicht einfach verwenden, sondern genau schauen, welches KGV wir da verwenden und ob wir es verwenden können. Blind kann diese Kennzahl nicht verwendet werden, sondern müssen die richtigen Gewinne händig ansetzen bzw. auf externen Seiten suchen.

Was  man machen kann um die Aktien bewerten zu können

  1. Historischer Blick: Man kann sich anschauen, wie hoch die Erträge (Gewinne und Cashflows) vor der Krise gewesen sind. Wenn wir davon ausgehen, dass die Erträge in den nächsten 1-3 Jahren wieder mindestens auf dieses Niveau kommen, dann können wir kaufen, wenn wir eine Ertragsrendite (Gewinnrendite, Cashflowrendite oder EBIT/Enterprise Value) von >10% haben.
  2. Statt dem historischem Blick können wir Schätzungen des Managements oder von Analysten verwenden. Die Schätzungen sind natürlich mit Vorsicht zu genießen. Trotzdem können wir anhand der Schätzungen ebenfalls eine Ertragsrendite berechnen und damit die Aktie bewerten.
  3. Shiller KGV (CAPE) verwenden. Mit dem Shiller KGV können wir ebenfalls gut agieren. Das Shiller KGV bewertet den 10-Jahresdurchschnitt der Gewinne je Aktie mit dem aktuellen Kurs.

Zusätzlich können und sollten wir auch immer eine Margin of Safety ansetzen, um uns möglichst gut zu schützen. Es ist nicht notwendig hier komplexe Berechnungsverfahren anzuwenden, da es ohnehin schwierig ist die nächsten Monate vorherzusehen. Wegen der hohen Unsicherheit bringt ein komplexeres Verfahren keine genaueren Ergebnisse. Keep it simple.

Sichere Aktien – Mein Fazit

Wir können Krisenzeiten nutzen, um sichere Aktien günstig zu kaufen. Dabei steht die Sicherheit im Vordergrund, damit wir keine Fehler begehen und Aktien kaufen, die kurz vor der Insolvenz stehen. Damit können wir potenziell höhere Renditen erzielen und tolle Aktien günstig einkaufen.

Wir haben uns hierzu ein paar Schritte angeschaut, die man bei der Suche nach sicheren Aktien verwenden kann. Wir müssen uns hier sicher sein, dass unsere Firmen mindestens über die nächsten 6-12 Monate liquide (zahlungsfähig) sind. Hier helfen hohe Cashbeträge und geringe Schulden. Viele Firmen haben sich kürzlich viel Fremdkapital besorgt, um die Zeit überbrücken zu können.

Außerdem müssen wir sicher sein, dass die Firmen in den nächsten Jahren wieder gutes Geld verdienen. Wenn wir uns hier nicht sicher sind, dann sollten wir der Aktie eher fern bleiben.

Zum Schluss müssen wir ungefähr abschätzen, ab wo uns die Aktie eine anständige Rendite einbringen könnte (>10% p.a.). Hierzu können wir verschiedene Kennzahlen verwenden. Allerdings müssen wir die richtigen Gewinne, Cashflows etc. verwenden, damit wir keine Bewertung auf Basis von falschen Kennzahlen machen. Wenn die Aktien günstig sind, können wir in mehreren Tranchen einsteigen oder einen Wertpapiersparplan eröffnen.

Kennst du günstige Aktien? Wie gehst du vor, um sichere Aktien zu finden? Schreib mir gerne in die Kommentare.

Liebe Grüße und happy Investing

Value Investing Christian Bauduin

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